Baumschulenweg

 

Zu der Zeit, als sich die Böhmen in Rixdorf ansiedelten, und Friedrich II König von Preußen war, gab es noch nicht viele Obstbäume. Das meiste Obst musste vom Ausland gekauft werden.

Der König befahl: Jeder Bauer sollte in jedem Jahr 10 Obstbäume pflanzen.

An allen Straßen und Wegen sollten von den Gemeinden Linden und Weiden gepflanzt werden.

Christoph Späth hatte damals am Halleschen Tor eine Gärtnerei. Jetzt begann er, statt Gemüse Bäume aufzuziehen, die er an die Bauern und Gemeinden verkaufte. Das Geschäft ging gut. Die Familie Späth kaufte neue Ländereien hinzu. Aus der kleinen Gärtnerei wurde ein Betrieb in dem viele hundert Menschen arbeiteten. Der Betrieb war weltbekannt.

Auch Rosen wuchsen hier besonders gut. Viele bei Späth ausgebildete Rosengärtner machten sich selbstständig und gründeten eigene Gärtnerei­en. Zu dem jährlichen Rosenfest strömten die Leute aus allen Teilen Berlins. Bald erhielt der Ort den Namen "Rosen-Britz."

 

Die Karte zeigt "Baumschulenweg" im Jahre 1906

 
  • Es gab mehrere Gärtnereibesitzer in Treptow (Mosisch, Bouché...)

  • Martin Hoffmann hatte am Treptower Park 32 sein Haus

  • Spätsfelde gehörte bis 1938 zu Britz


Haus des Gärtnereibesitzers Hoffmann (2002)

Gegen 1890 wurde das Späth`sche Wohnhaus in der Luisenstadt abgebaut und hier Späthstr. 87/88 wieder aufgebaut

1793 hatte Friedrich Späth den Betrieb von seiner Mutter übernommen, 

  • 1863 von Franz Späth

  • 1900 größte Baumschule der Welt

  • Späth Febr. 1945 ermordet

  • 1949 verstaatlicht,

  • (in Westberlin gab es den Gartenbetrieb noch bis 1970)

Arboretum

  • 1879 engl. Lamdschaftspark angelegtDenkmal im Park ist im Krieg verlorengegangen

    seit 1961 zur Humboldt-Universität

  • seit 1966 der Öffentlichkeit zugänglich: Führungen, Konzerte

  • 1200 Gehölzsippen, teils über 100 Jahre

  • Gestaltung durch Gustav Meier,

  • Anstöße von Alexander v. Humboldt

  • Gehölze sollten wirken für kommerzielle Verwendung

 

 

Die Königsheide ist 107 ha groß

  • Sie ist von Trockenheit durch den Teltowkanal und die Wasserwerke bedroht,

  • Im 3ojährigen Krieg hier Verhandlungen zwischen dem Schwedenkönig und dem Kurfürst von Brandenburg über Militärbündnis in der Nähe des Forsthauses Kanne

  • 1953 Kinderheim Makarenko eingeweiht mit 600 Plätzen ab 1981 auch mit einer Hilfsschule